In einem fernen Land

Bevor es losgeht…

Es war einmal in einem fernen Land. Es war ein demokratisches Land, in dem jeder, der wollte, Bundeskanzler werden konnte…

…muss noch das eine oder das andere gesagt werden, um genau zu sein: Dies muss gesagt werden.

Die Märchen, die hier ab kommenden Samstag unter dem Titel „In einem fernen Land“ das Licht des Web erblicken sollen, sind etwas Spezielles. Sie erzählen von einem fernen Land, und obwohl einem alles in ihnen fremd vorkommt, enthalten sie, wie sich das für Märchen gehört, nichts als die Wahrheit, und dass sie unser aller Erbauung und Belehrung dienen, versteht sich von selbst.

Insofern ist uns dieses ferne Land in Wirklichkeit ganz nah und überhaupt nicht fremd.

Deshalb sollten wir es so lieben, als wäre es das Land, in dem wir leben, und mag der eine hier leben oder dort, in der weiten Welt da draußen oder nicht in der weiten Welt da draußen, sondern hier herinnen.

Jenes ferne Märchenland ist ein liebenswürdiges Land, und jeder, der dort lebt, ist selber das Land. „Ich bin mein fernes Land“, sagt jeder, wenn er morgens aufwacht, und er sagt es, bevor er irgendetwas anderes sagt. Und wenn er, nachdem er einen märchenhaften und von jeglicher Mühsal freien Tag hinter sich gebracht hat, abends zu Bett geht, sagt er: „Morgen bin ich wieder mein fernes Land.“ Dann schließt er sein Land in sein Nachtgebet ein, und sogleich holen ihn sanfte Träume, die ihn sicher durch die Nacht begleiten.

In den Märchen wird nämlich noch gebetet. Dochdoch. Gerade in Märchen aus fernen Ländern.

Das wollte, ja das musste ich schnell noch los werden, bevor es nächsten Samstag endgültig mit der Märchenreihe „In einem fernen Land“ losgeht.

2 Kommentare zu „Bevor es losgeht…

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