Gedicht

Der trübe Blick der gelben Rübe

Eine reife gelbe Rübe
blickt zur Kontrolle trübe
übern Acker.

Wo ihr Racker
denn nur bliebe,
denkt sie und
verkriecht sich
voller Groll und Schmoll
wieder in die angestammte Scholle.

Doch klein Rübchen
bläst kein Trübsal.
Drüben in den Ecken
spielt’s Verstecken
mit der Freundin rote Bete
aus dem Nachbargartenbeete.

Warte nur, du Möhrengöre,
spricht erzürnt die Muttermöhre,
wenn du heimkommst in die Krume
sollst du
bei der Sonnenblume
Wurzeln schlagen,
bis es dir vergeht
Verstecken spielen in den Ecken
noch so spät
mit roter Bet'.

Dabei gäb es vegetarisch
und als Nachtisch
Regenwasser,
frisch geregnet
aus der weich geharkten Scholle,
welche außerdem gejätet.

Doch die kleine Nachwuchsknolle
pfeift auf alles, was sie solle,
auf Genüsse aus Gemüse
und aufs Wasser in der Erde,
weil sie, sagt sie,
volle Pulle lieber über und nicht
unterhalb der Scholle
spiele und ganz dolle tolle.

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