Gedicht

Lied der Hoffnung

Du bist die Faser die nicht reißt,
wenn Elend unsre Kleidung ist.
Du bist das Herz, das weiterschlägt,
wenn Asche auf dem Leben liegt.

Du bist der Halt in Wasserfluten,
in denen Haus und Hof versinken.
Mit Hagelschlossen prasselst du
auf unsre sturmumtoste Welt.

Du bleibst bei uns, wenns Abend wird,
und trocknest noch in dunkler Nacht,
wenn sie von Tränen überfließen,
die kleinen Augen und die großen.

Aus deiner Quelle trinken Träume,
die Sehnsucht isst sich an dir satt.
Du bist die Tür, die überall
ins Leben ohne Ende führt.

Wenn Liebe zu verblassen droht,
gibt ihr dein Schimmer wieder Glanz,
und wenn wir selber zu verzagt,
bist du’s, die „Ja“ zum Leben sagt.

Robert Benkert hat aus meinem rezitierbaren ein singbares „Lied der Hoffnng gemacht“. Die Noten gibt es hier, und hier kann man zuhören.

4 Kommentare zu „Lied der Hoffnung

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